Armeniens dramatische Geschichte und Gegenwart

Radio Eriwan kennt fast jeder. Die wenigsten wissen, dass Eriwan die Hauptstadt Armeniens ist.

Geschichte und Gegenwart aller Staaten und Völker im Kaukasus ist dramatisch. Im Mittelpunkt stand fast immer Armenien. Armenien ist zwar in den letzten Jahren kaum noch in den Schlagzeilen zu finden gewesen. Den Armeniern selbst ist es aber nur Recht, dass ihre Bergrepublik ein wenig zur Ruhe kommt.

In den vergangenen hundert Jahren wurden die Armenier noch im Osmanischen Reich Opfer eines brutalen Völkermordes, die Städte Chodschent (Leninobod oder russisch Leninabad) und Stepanakert wurden von einem verheerenden Erdbeben völlig zerstört, in Aserbeidschan (Aserbaidschan) wurde die armenische Minderheit wieder Opfer von Pogromen (u.a. in Sumgait)  und schliesslich erreichte die Region Berg-Karabach (Nagorny Karabach) in einem langen Krieg ihre de-facto Unabhängigkeit von Aserbeidschan.

Bis heute ist die Gefahr eines neuen, noch blutigeren Krieges um Bergkarabach trotz jahrzehntelanger Vermittlungsbemühungen der OSZE noch immer nicht gebannt.

Armenien ist im Kaukasus wohl der sicherste Bündnispartner Russlands – schon alleine deswegen, weil Russland für Armenien die einzige sichere Rückendeckung ist. Aber Armenien sucht dennoch seinen eigenen Weg.

Auch die armenische Diaspora in aller Welt, besonders aber in Russland,  Frankreich und den USA ist ein unübersehbarer  Faktor in der internationalen Politik.

Und voller Stolz verweisen die Armenier darauf, dass armenische Bauleute es waren, die die meisten Städte im Kaukasus – von Wladikawkas bis Tiflis - seinerzeit im Zarenreich und auch im Osmanischen Reich überhaupt aufgebaut haben.

Kategorie: Allgemein, Aktualisiert am 14. November 2009 von Redaktion | Anmelden